Defibrillatoren: Gesetze und Verordnungen

Die Angst vor rechtlichen Konsequenzen bei der Anschaffung und Benutzung von AEDs ist groß und wirkt häufig abschreckend. In Wahreheit ist man für den Notfall bestens gerüstet, wenn man einige wenige Regeln befolgt.

Betreiben und Pflege

Die Medizinproduktebetreiberverordnung beruht auf dem Medizinproduktegestz. Sie regelt das Betreiben und Instandhalten von Medizinprodukten, in unserem Fall von AEDs. Ihr unterliegen alle gewerblichen Betreiber. Hierzu zählen neben Firmen, Städten, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen auch Vereine.

Konkret bedeutet dies, dass der Betreiber des Defibrillators für eine sichere und ordnungsgemäße Anwendung und für die Pflege des Gerätes verantwortlich ist.

Die Pflege sieht das Überprüfen von Batterie- und Elektrodenhaltbarkeit und die Einhaltung der Sicherheitstechnischen Kontrolle vor. Festgehalten werden diese Informationen im Medizinproduktebuch, welches Auskunft über den gesamten Lebenslauf des Gerätes gibt.

Keine Angst vor der Anwendung

Die Anwendung von AEDs ist Dank Sprachansage selbsterklärend. Ebenso wie die Wiederbelebung geschieht auch die Benutzung eines Laiendefibrillators im Rahmen des so genannten „rechtfertigenden Notstandes“ gemäß §34 des Strafgesetzbuches. Dieser Paragraph schützt den Ersthelfer vor strafrechtlichen Konsequenzen. Voraussetzung ist,  dass der Helfer mit gebotener Gewissenhaftigkeit handelt. Detailierte Auskunft zu dem Thema finden Sie in der  Broschüre „Rechtsfragen bei Erste-Hilfe-Leistungen durch Ersthelfer“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Sollten Sie noch Fragen rund um das Thema Laiendefibrillation haben, schauen Sie sich gerne auf unserer Website heromed.de um oder rufen uns an unter Tel.: 02065 984 8030. Wir beraten Sie gerne.

2019-04-09T13:44:04+02:00